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Einführung, Definition und Wege zur Gesundheit |
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Begriffsbestimmungen zum Thema Gesundheit
Wohlbefinden
Gesundheit, nach einer Definition, welche die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1948 vorlegte, der
"Zustand vollkommenen physischen, psychischen und
sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von
Krankheiten und Gebrechen".
Der Begriffsbestimmung der WHO zufolge wäre allerdings
ein Großteil der Menschen per Definition krank, so etwa
all jene, die durch normale Alterserscheinungen in ihrer
Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind.
Unter Krankheit
versteht man aber seit jeher die negative Abweichung von
einem als normal empfundenen körperlichen und seelischen
Zustand, wobei man das jeweilige Alter und die mit ihm
zwangsläufig einhergehenden Einschränkungen
berücksichtigt.
Es hat sich deshalb heute weitgehend eine Definition von
Gesundheit durchgesetzt, die zum einen das Freisein von
Krankheiten umfasst, welche das seelische Empfinden oder
die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, und
zum anderen das jeweilige Alter und das damit
normalerweise verbundene durchschnittliche
Leistungsniveau berücksichtigt.
Eine solche Durchschnittsnorm ist deshalb auch Grundlage
des Krankheitsbegriffs in der Sozialgesetzgebung.
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Gesundheitsvorsorge
Aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen zeigt sich
eindeutig, was der einzelne zur Erhaltung und
Verbesserung seiner Gesundheit tun kann.
Am wichtigsten sind dabei eine gesunde, ausgewogene
Ernährung mit wenig Fett, genügend Schlaf, tägliche
körperliche Betätigung sowie regelmäßige ärztliche und
zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen. Zahnärzte
bekämpfen Karies bei Kindern durch Fluoridbehandlung der
Zähne und klären über die Notwendigkeit regelmäßiger
Zahnpflege auf sowie über Zahnschäden durch häufigen
Genuss von Süßigkeiten.
Unfallforscher und Gesundheitspolitiker weisen darauf
hin, wie wichtig der Sicherheitsgurt im Auto
insbesondere für Kinder ist. Und schließlich drängen
Ärzte und Politiker gemeinsam darauf, auf das Rauchen zu
verzichten: Dies ist der wirksamste Weg, die Häufigkeit
von Lungenkrebs zu vermindern.
Man warnt außerdem vor den Gefahren zu starker
Sonnenbestrahlung, um dem Hautkrebs vorzubeugen.
Viele Ärzte empfehlen eine cholesterin- und salzarme
Ernährung zur Vorbeugung gegen Herzkrankheiten.
Manche Wissenschaftler befürworten die Einnahme von
Vitamin C zur Vorbeugung gegen Erkältungen sowie die
Vitamine A und E gegen bestimmte Formen von Krebs, aber
diese Empfehlungen sind umstritten.
Wichtig ist, dass die tägliche Ernährung hohe Anteile an
frischem Obst und Gemüse und tierisches Eiweiß (z. B.
Milchprodukte) aufweist. |
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Gesundheitsförderung
Das weit reichende Gebiet der Gesundheitsförderung
bedeutet in gewissem Sinn eine Wiederentdeckung uralter
Konzepte.
Schon um 3000 vor unserer Zeitrechnung gab es in Städten
auf dem indischen Subkontinent hygienische Einrichtungen
wie Kanalisationen und Badeanstalten. Wichtige
gesundheitsfördernde Maßnahmen wurden in tägliche
Aktivitäten eingebunden: Dazu zählten persönliche
Hygiene, Gesundheitserziehung, Gymnastik, Regeln
sozialen Verhaltens und ein Kodex persönlicher
Lebensführung, Ernährungsanleitungen, Lebensmittel- und
Umwelthygiene sowie die Behandlung leichter Erkrankungen
und Verletzungen.
Bis um 1400 v. Chr. zeichnete sich diese indische
Wissenschaft vom Leben (Ayurveda genannt) in erster
Linie durch ein ganzheitliches System aus, in dessen
Mittelpunkt Gesundheitsförderung und
Gesundheitserziehung standen.
Aber auch in der heilenden Medizin und Chirurgie wurden
Fortschritte erzielt.
Im antiken Rom und Griechenland wurde die Tradition der
Gesundheitsvorsorge ebenfalls intensiv gepflegt.
Dies hatte Auswirkungen bis in die Neuzeit, aber im 20.
Jahrhundert wurden die großen Fortschritte in der
Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten als wichtiger
erachtet. Erst in den letzten Jahrzehnten entstand
erneutes Interesse an gesundheitsfördernden Maßnahmen.
So wurden bedeutende Untersuchungen über die Folgen
einer Fehlernährung schwangerer Frauen auf die
körperliche und seelische Entwicklung ihrer Kinder
durchgeführt.
Zudem untersuchte man die Auswirkungen von
Nahrungszusätzen auf die Verbesserung der Vitalität
unterernährter Bevölkerungsgruppen. Und man erforschte,
wie Klima und andere Umweltbedingungen Wohlbefinden und
Leistungsfähigkeit des Menschen beeinflussen.
Schließlich setzte sich auch die Erkenntnis allgemein
durch, dass körperliche Bewegung zur Bewahrung von
Gesundheit und Wohlbefinden unerlässlich ist.
Quelle:
Gesundheitswesen, öffentliches,"
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